Laut Armutskonferenz leben in einem reichen Land wie Österreich über 1 Million Menschen am Rand der Armut, darunter mehr als 260.000 Kinder. Tendenz steigend. Auch die EU hat das Problem erkannt und das Jahr 2010 zum „Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ ernannt. Armut heißt nicht nur über ein zu geringes Einkommen (weniger als 743 Euro netto pro Monat) zu verfügen, sondern in zentralen gesellschaftlichen Bereichen wie Wohnen, Arbeit und Gesundheit benachteiligt zu sein. Armut bedeutet damit auch einen Mangel an Verwirklichungsmöglichkeiten.
Ungleiche Chancen von Anfang an.
380.000 Kinder und Jugendliche wachsen in schlechten Wohnverhältnissen auf oder müssen auf dringend benötigte Konsumgüter verzichten. 53.000 Kinder leben in einer Wohnung der untersten Kategorie (Schimmelbefall, dunkle Räume), 80.000 Kinder leben in Haushalten ohne Internet, PC und Auto. Armut und die damit verbundene soziale Ausgrenzung beeinträchtigen aber nicht nur die Kindheit, sondern auch die zukünftigen Lebensbedingungen.